Unter Strom - Zeitgenössische Kunst jenseits der Malerei

Unter Strom - Exkursionen und Art-Camp 25.9.-24.10.2020

Unter Strom ist ein Projekt für junge Menschen ab 16 Jahren, die mit den unterschiedlichen Aspekten zeitgenössischer Licht- und Medienkunst experimentieren und sich mit dieser spannenden Kunstgattung auseinandersetzen möchten. Im Spannungsfeld zwischen Programmierung, Projektion, Visualisierungen, Fotografischen Elementen und sphärischen Klängen finden sich die Teilnehmer*innen unseres Art Camps wieder.

Zunächst startet das Projekt jedoch mit zwei Exkursionen zu Orten der Lichtkunst in NWR: Zum einen das Zentrum für Internationale Lichtkunst, zum anderen das Essen Light Festival. Dort erlange wir Einblicke in das breite Spektrum an vielfältigen Techniken und spannenden Konzepten der Lichtkunst, welches die junge Szene zu bieten hat, und führen euch in die Rezeption dieser Gattungen ein.

In von jungen Künstler*innen angeleiteten Workshops erprobt ihr prozessorientiert-experimentell unterschiedliche Techniken und erweitert eure künstlerische Kompetenzen. Projektabschluss ist eine interaktive Präsentation, die in musikalischer Atmosphäre Möglichkeit zum Austausch mit Künstler*innen und Teilnehmer*innen bietet. Hierzu könnt ihr sehr gerne Freunde und Familie mitbringen.

Wir freuen uns, dass wir tolle, junge Künstler aus ganz NRW für unser Projekt gewinnen konnten, die ihr Können und Wissen mit euch teilen möchten. Neugierde für Kunst und Spaß am Experimentieren sind beste Voraussetzungen für eure Teilnahme. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Eine Kooperation des Jugendkulturbüros mit der VHS Lüdenscheid. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

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Exkursion: Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna (25.9.2020)

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst in der ehemaligen Lindenbrauerei Unna ist seit 2001 eine renommierte Institution für die internationale Lichtkunst. Das Museum tief unter der Erde weist ein breites Spektrum an bedeutenden Lichtkunstwerken aus den letzten Jahrzehnten auf:

„Seinen einzigartigen Charakter erhält das Museum durch die Konzentration auf den installativen Aspekt der Lichtkunst. Jede der Lichtinstallationen wurde eigens für die Räume vor Ort geschaffen und ist in ihrem ästhetischen wie technischen Auftritt individuell auf diesen Ort zugeschnitten. Inzwischen haben dreizehn der international renommiertesten LichtkünstlerInnen eine dauerhafte Installation eingerichtet: Mario Merz, Joseph Kosuth, Mischa Kuball, Rebecca Horn, Christina Kubisch, Keith Sonnier, Jan van Munster, François Morellet, Christian Boltanski, Brigitte Kowanz und Olafur Eliasson. Den inhaltlichen Fokus der Sammlung bildet das Werk von James Turrell, der mit zwei Arbeiten in der Sammlung vertreten ist.

In dieser Form ist das Zentrum für Internationale Lichtkunst das weltweit erste und einzige Museum, das sich auf die Präsentation von Lichtkunst konzentriert. Dabei stiftet die Begegnung zwischen avantgardistischer Lichtkunst und historischer Bausubstanz eine unverwechselbare Atmosphäre und inszeniert einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft." (Zentrum für Internationale Lichtkunst)

 

Termin: 25.9.2020, 16-21 Uhr, Busfahrt ab Lüdenscheid (VHS, Kaiserallee 28) und zurück, inkl. Sonderführung

Kosten: 5 € pro Teilnehmer*in

Anmeldeschluss verlängert: 21.9.2020

Link: https://www.lichtkunst-unna.de/

https://youtu.be/Wb4fvYr4cIY

 

Exkursion: Essen Light Festival (10.10.2020)

Das über die Grenzen NRWs hinaus bekannte Essener Lichtkunst-Festival findet wieder statt - immer mit Einbruch der Dunkelheit. Die Lichtinstallationen und Video-Mappings werden an Orten installiert, die viel Platz bieten. So ist zu jeder Zeit gewährleistet, dass die Besucher Abstand halten können. Außerdem wird es keinen Rundgang, sondern eine Strecke mit Anfang und Ende geben, um die Besucherströme zu entzerren. Das Programm wartet mit einigen Highlights auf. Zum fünfjährigen Jubiläum gibt es eine „Extraportion“ Video-Mappings. Es wird Projektionen am Willy-Brandt-Platz, der Marktkirche und den Kastanienhöfen geben. Neu ist ebenfalls eine große Lichtshow auf dem Kennedyplatz. Details zum Programm des Essen Light Festivals werden zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.

 

Termin: 10.10.2020, 18-23 Uhr

Kosten: 5 € pro Teilnehmer*in (inkl. Busfahrt ab der VHS Lüdenscheid und zurück)

Anmeldeschluss: 30.9.2020

 

Links:

https://www.visitessen.de/essentourismus_veranstaltungen/essen_light_festival/startseite_3/essen_light_festival.de.html

https://youtu.be/a_FAxygQC9I

 

Foto: Peter Wiehler/EMG

Workshop: LichtLabor

Der Workshop:

Wir bauen im LichtLabor Räume aus Licht und Projektionen. Taschenlampen werden zu Bildwerfern, Handys zu Klangmaschinen, Kameras zu Malwerkzeugen. Das LichtLabor ist ein Lichtbaukasten der Künstlergruppe RaumZeitPiraten, der als Ort für eigene Optik- und Projektionsexperimente genutzt werden kann. Gemeinsam entwickeln wir ungewohnte Projektionsvorrichtungen um eine kollektive, raumgreifende Lichtinstallation entstehen zu lassen. Der Raum wird nach und nach zu einem von Licht durchfluteten Wald aus alten Laborgeräten, Lichtquellen, Kabeln, Kameras und Beamern, Spiegeln und Vergrößerungsgläsern. Die Form der Installation wird durch Deine und Eure Ideen ständig verändert und erweitert. Diese Umgebung werden wir nutzen um unsere gesammelten Erfahrungen mit Licht und Klang in ein abschließendes Spektakel zu verwandeln und zu präsentieren.

 

Die Künstler: RaumZeitPiraten (Moritz Ellermann und Tobias Daemgen)


Die RaumZeitPiraten sind ein Künstlerkollektiv und fortlaufendes Projekt von Tobias Daemgen, Jan Ehlen und Moritz Ellerich. In 2007 haben sie begonnen als Kunstkollektiv zu arbeiten. Mit ihren ortsspezifischen und performativen Multimedia Installationen entwerfen die RaumZeitPiraten Modelle von unperfekten Mensch-Maschine Gegenwelten mit denen sie berechnete Realitäten und maschinendominiertes Verhalten in Frage stellen. Mit selbstgebauten, optoakustischen Instrumenten missbrauchen und remixen sie uralte und hochmoderne auditive und visuelle Technologien für ihre alchemistischen, organisch improvisierten Licht und Klang Architekturen.

 

Links:

Werft doch schon einmal einen Blick auf die RaumZeitPitraten, ihr Lichtlabor sowie die Projekte Khayal und OctopusGarden!

Workshop: Künstlerische Fotografie - von Abstrakt bis Konzept

Der Workshop:

Egal ob Handy oder Spiegelreflexkamera, es gibt kein richtig oder falsch in der Fotografie.
In dem Workshop lernen wir unterschiedliche Techniken der Digitalfotografie kennen und werden die Möglichkeiten des Mediums erforschen. Spaß und und Lust am künstlerischen Experimentieren stehen dabei im Fokus! Darüberhinaus geht es darum Kompetenzen im Bereich der Bildkomposition zu erlangen und darüber zu sprechen wie wir Bilder betrachten. Was sagt uns ein Bild und wie formt man aus Einzelbildern eine (abstrakte) Erzählung?

Wer hat, kann seine eigene Kamera mitbringen.
 

Die Künstlerin: Laila Schubert

Laila Schubert (*1993, Stuttgart) lebt seit 6 Jahren in NRW. Sie studiert Fotografie an der FH Dortmund und ist zudem Vorstand-/ und Gründungsmitglied im Atelier Amore - Verein für bildende Künste e. V.

Sie hat bereits an diversen Einzel-/ und Gruppenausstellungen teilgenommen und war 2019 u. a. Emerging Artist Dortmund.

 

Links:

https://lailaschubert.com/

https://www.offenenordstadtateliers.de/2019/portfolio/atelier-amore/

Workshop: Experimentelle Videokunst

Der Workshop:

Im Workshop erstellen wir bewegte Bilder in jeglicher Form. Wir beschäftigen uns mit den zugrunde liegenden Techniken der Videoherstellung, von der Planung über den Dreh bis hin zum Schnitt und der Bildbearbeitung. In Kleingruppen realisieren wir dann unsere eigenen Projekte. Der Form sind dabei keine Grenzen gesetzt, sodass alles entstehen kann: Musikvideos, narrative Kurzfilme, abstakte Kunstfilme, Form, Farbe, Licht, Bewegung.

Uns stehen dabei verschiedene Tools zur Verfügung, ein Greenscreen, Kameras, Schnittprogramme. Außerdem experimentieren wir mit analogen Overhead- und Diaprojektoren um besondere Bewegtbilder entstehen zulassen und aufzunehmen.

 

Der Künstler: Kuno Seltmann

Der gebürtige Lüdenscheider Kuno Seltmann ist Videospezialist.  Er ist seit 2004 aktiv auf dem Sektor der Kurzfilme. Im Jahr 2007 machte er sein Abitur und begab sich anschließend auf eine einjährige Reise durch Japan. Der Produktionsassistenz bei Markenfilm Berlin folgte das Studium der Medienwissenschaft in Siegen und seit 2016 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (Schwerpunkt Film). Inzwischen arbeitet er seit mehreren Jahren international als anerkannter Licht- und Videokünstler. In Lüdenscheid ist er u. a. an der Gestaltung der Lichtrouten beteiligt.

 

Links:

https://kuno.ist/

https://youtu.be/ifDFY75SG_g

 

Workshop: Medienkunst und Grafikdesign >back to basics<

Der Workshop:

Back to Basic: Unabhängig von der technischen Umsetzung fußt jede Form von visueller Gestaltung auf Grundlagen, die es zu erkennen und zu verstehen gilt. Um das Wahrnehmen dieser Grundlagen zu schulen, nimmt ›back to basics‹ die inhaltlichen und formalen Ebenen genauer unter die Lupe. Mit einfachen Übungen widmet sich der Workshop den Unterschieden und Gemeinsamkeiten auf spielerische Art und Weise.
 

Der Künstler: Sebastian Klebe

Sebastian Klebe ist Diplom-Designer aus dem südlichen Ruhrgebiet. Seit seinem Studium arbeitet neben seiner Tätigkeit als Lehrbeauftragter, u. a. im Fachbereich Design an der FH Dortmund, als freiberuflicher Grafiker mit einem eigenen Designatelier in Hagen selbstständig in Projekten und für namhafte Auftraggeber*innen. 2012 wurde er in den Deutschen Werkbund Nordrhein-Westfalen berufen, für den er seit 2018 auch als Mitglied im Vorstand tätig ist.

 

Links:

http://sebastianklebe.com/

Workshop: Malen mit Lichtfrequenzen

Der Workshop:

Malen mit Lichtfrequenzen: Lissajous-Figuren und Feedback-Techniken im Touchdesigner

Klang und Geräusch sind allgegenwärtig, und dessen Visualisierungen kennen wir bereits seit der digitalen Kunst der Demoszene aus den 80ern, sowie der Jagd nach den perfekten Visualisierungs-Plugins für den Winamp Mediaplayer zu Hause. Immer mehr Künstler*innen arbeiten mit Audioreaktivität in Echtzeit: Wo früher alle Design-Schritte zur Konzeption einer Show alle medialen Elemente unabhängig voneinander linear produziert wurden, ist es heutzutage möglich, Signalwege in Echtzeit auseinander reagieren zu lassen.

In diesem Workshop möchte ich, zusammen mit den Teilnehmer*innen, nach einer kurzen Exkursion zu Videokunst, an praktischen Beispielen audioreaktive Patches in Touchdesigner gestalten. Hierbei konzentrieren wir uns auf sog. Lassijous-Figuren, welche mittel drei phasenversetzten Oszillatoren dreidimensionale Figuren generieren, und im weiteren Schritt mit Video-Feedbacktechniken mittel sog. FFT_Audioanalsyse. Danach werden wir individuelle Parameter der Audioreaktivität anpassen, um euren Kreationen eine persönliche Note zu geben. Zum Schluss werden wir eure Kreationen in verschiedenen Formaten herausrendern, um diese dann im Anschluss sowohl online, als auch in einem gemeinsamen Video für die Veranstaltung präsentieren zu können.

Bitte mitbringen: euren Lieblingssong, Lieblingsvideos oder Handy-Videoaufnahmen als Basismaterial und, wer hat, einen eigenen Laptop.

 

Der Künstler: Navid Razavi

Navid Razavi ist diplomierter, interdisziplinärer Medienkünstler. Durch Methoden der kritischen Reflektion und Recherche arbeitet er, sowohl individuell, als auch in verschiedenen Kollaborationen, mit experimentellen Ansätzen für immersive Performances/Skulpturen, Installationen und Echtzeit-Simulationen. In seinen Arbeiten werden metanarrative Strukturen dekonstruiert, um diese in immersiven, teilweise interaktiven Systemen weiter zu synthetisieren. Navid ist Mitbegründer des Kollektivs urbanrecall.

 

Links:

http://navid.urbanrecall.net/

http://urbanrecall.net/

Abschlusshappening 24.10.2020

Die Arbeiten aus unseren fünf Workshops werden am letzten Tag des Art-Camps präsentiert. Ladet Freunde und Familie dazu ein, die Ergebnisse und Experimente zu bestaunen und sich in netter Atmosphäre mit den anderen Teilnehmer*innen und Künstler*innen auszutauschen. Start ist um 20 Uhr.

Es gibt leckere Getränke und Musik von DJ Nails Davis aus Bochum, bekannt durch das dortige Lazy Dub-Festival:

https://www.facebook.com/nailsdavis/

Nails Davis on Soundcloud

Anmeldung und Infos

Anmeldung:

Info zur Anmeldung und über verfügbare Plätze erhaltet ihr telefonisch oder per E-Mail bei

Julia Wilksen/Jugendkulturbüro

02351 673163

julia.wilksen@sjr-luedenscheid.de

 

Das Anmeldeformular findet ihr weiter unten bei den Downloads.

Für inhaltliche Fragen steht auch Anita Martin/VHS Lüdenscheid unter 02351 17-1584 zur Verfügung.

 

Teilnehmerbeitrag:

Exkursion: 5 €

Workshop: 29 €

Exkursionen und Workshops können separat gebucht werden. Die Teilnahme an den Exkursionen ist keine Voraussetzung für das Art-Camp. das Art Camp findet am Donnerstag und Freitag in der Zeit von 11-17 Uhr und am Samstag von 14.20 Uhr statt. Im Anschluss daran startet die Vernissage.

 

Anmeldefristen:

Exkursion Unna: 16.9.2020,

Exkursion Essen: 30.9.2020

Workshops: 7.10.2020

 

COVID 19-Hinweise:

Das Projekt ist basierend auf den aktuell geltenden Hygieneschutzmaßnahmen der Corona-Pandemie konzipiert worden. Da die Workshop-Gruppen klein gehalten sind, können Bezugsgruppen gebildet werden, die ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz arbeiten dürfen. Die parallel arbeitenden Gruppen dürfen nur unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen kontaktiert werden. Bitte bringt eure eigenen Masken mit. Desinfektionsmöglichkeiten sind vorhanden. Des Weiteren sind wir verpflichtet, eure Daten für den Zeitraum von vier Wochen zu speichern. Bitte habt auch Verständnis dafür, dass diese Maßnahmen jederzeit an das aktuelle Infektionsgeschehen angepasst werden können. Dazu erhaltet ihr aber rechtzeitig eine Info.